13.09.2013, von Roman Hartrampf

Katastrophenschutzübung in der VG Wörrstadt

Zugunglück bei Armsheim

Mit diesem Stichwort wurden die Feuerwehr-Einheiten der Verbandsgemeinde Wörrstadt am vergangenen Freitag abend alarmiert.

Um 22:00 Uhr heulte die Sirene der Feuerwehr in Armsheim. Aus allen Ecken kamen die freiwilligen Helfer angelaufen. „Ein Zug ist auf dem Bahnübergang mit einem Triebwagen der Bahn kollidiert!“, so die Einsatzmeldung von der Leitstelle.

Nach knapp sechs Minuten war das erste Einsatzfahrzeug vor Ort. Der PKW, der mit dem Triebwagen kollidierte, rutsche neben dem Bahnübergang den Hang hinunter. Der lädierte Zug war mit 30 Personen besetzt, die nun schnellstmöglich evakuiert werden mussten.

Zunächst musste ein geeigneter Zugang gefunden werden. Die Bahnlinie befindet sich an der Einsatzstelle ca. fünf Meter oberhalb der Zufahrtswege. Mit Steckleitern wurde ein Anstieg im Hang zum Triebwagen hergestellt. Da Rauch aus dem Gefährt stieg, mussten die Einsatzkräfte zunächst mit Atemschutz in den Zug eindringen.

Dort erwartete sie teilweise verstörte Personen, blinde und behinderte Fahrgäste sowie Reisegruppe, die auf einem Junggesellenabschied war. Schnell wurden die Verletzten gefunden und fachmännisch aus dem Zug gebracht. Auch die Reisegruppe konnte schnell aus dem Fahrzeug befreit werden. Für eine im Zug befindliche hochschwangere Frau musste die Drehleiter heran geholt werden. Die Situation spitze sich zu und so musste zunächst eine Entbindung vorgenommen werden, bevor Mutter und Kind per Drehleiter gerettet werden konnten.

Der Fahrer des Kleinwagens konnte nicht im Fahrzeug gefunden werden. Nun musste die Rettungshundestaffel aus Alzey ran. Nach der Alarmierung kam diese mit drei Flächensuchhunden und begannen mit dem Absuchen des Geländes rund um die Einsatzstelle. Nach knapp einer Stunde konnte die vermisste Person im Dickicht gefunden werden.

Neben den 30 Statisten, die durch ihre hervorragende Darstellung und der sehr gut geschminkten Verletzungen das Szenario sehr real aussehen ließen, waren fast 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst im Einsatz.

Nach fast drei Stunden war die Einsatzlage abgearbeitet und die Helferinnen und Helfer räumten ihre Gerätschaften wieder auf die Fahrzeuge. Wehrleiter Thomas Waldmann zeigte sich mit dem Übungsverlauf zufrieden. „Die Zusammenarbeit der Einheiten hat reibungslos funktioniert. Hier und da gibt es noch etwas nachzujustieren, aber im Großen und Ganzen hat das alles gut geklappt“ so Waldmann.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Armsheim, Ensheim, Flonheim, Gau Weinheim, Rommersheim, Saulheim, Wallertheim und Wörrstadt, die Rettungshundestaffel aus Alzey  sowie die Führungsstaffel des Landkreises Alzey Land, die THW Ortsverbände aus Alzey und Wörrstadt und die Schnelleinsatzgruppen Sanitätsdienst, Betreuung und Verpflegung. Ebenfalls war das THW Media Team Rheinland-Pfalz sowie der Notfallmanager Bahn anwesend.


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