16.11.2013, von Alexander Steinruck

Taifun Haiyan

Logistische Unterstützung durch das THW Wörrstadt

Mit  mehr  als  300  Stundenkilometern  rasten Böen  des  Taifuns  "Haiyan"  am  8.  November über   die   Philippinen,   das   Ausmaß   der Zerstörung  ist  erschütternd  und  kann  zurzeit nicht  bemessen  werden.  Die  Bilder  aus  der Katastrophenregion  sprechen  für  sich.  Auf den    Philippinen    wurden    laut    aktuellen Schätzungen      mehr      als      zehntausend Menschen    getötet,    etwa    660.000    sind obdachlos. 

Samstags nach dem Taifun erreichte unseren Ortsverband die erste Alarmierung. Rund 20 Tonnen Güter der Hilfsorganisation World Vision transportiert das THW vom hessischen Rodgau an den Flughafen nach Frankfurt. Von dort aus startet am Sonntag eine Maschine vom Typ A 340-600 mit mehreren Tonnen Hilfsgütern verschiedener Hilfsorganisationen nach Manila.

Aber damit war es noch nicht erledigt. Bereits am Sonntag ging es weiter. Eine Entsendung der Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA) wurde zu diesem Zeitpunkt schon sehr wahrscheinlich. Zu dieser Einheit gehörten Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA). Zum Betrieb einer TWA wird auch ein Labor benötigt. Für die Zusammenstellung dieses Labors wurden 3 Mitglieder der Wörrstädter Fachgruppe Trinkwasserversorgung angefordert. Unterstützt wurde Sie dabei von 2 Rüsselsheimer Kameraden.

Der THW Ortsverband leistet bei den meisten Auslandseinsätzen logistische Unterstützung. So auch dieses Mal. Insgesamt 7 Helfer der Ortsverbände Wörrstadt und Rüsselsheim erhielten den Einsatzauftrag, das Einsatzmaterial an den Abflug-Flughafen nach Berlin-Schönefelde zu bringen. Hierzu wurden, in der Nacht von Montag auf den Dienstag, 2 Trinkwasseraufbereitungsanlagen, große Mengen an Werkzeug für die Instandsetzung der Infrastruktur sowie Campausstattung für ein UN-Koordinierungsteam auf 4 LKW verladen. Mit den beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen können bis zu 36.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden.

Am Dienstagmorgen hieß es dann „Auf geht es nach Berlin“. Gegen 20 Uhr traf die Fracht dann am Flughafen in Berlin ein. Diese wurde im Cargo-Bereich abgeladen. In der Nacht wurde das THW-Material zusammen mit Material der Deutschen Roten Kreuzes, durch Mitarbeiter des Cargo-Bereiches, luftfrachttauglich zusammengestellt. Für die Helfer aus Wörrstadt und Rüsselsheim, hieß das dann auch „Auftrag erledigt!“.


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